Nordblogger meets Ludwig von Kapff

Ich war eingeladen… Vom Ludwig auf ein, zwei Gläser Wein eingeladen*.. Was sagt ihr dazu?

Ne, jetzt braucht ihr nicht überlegen, wie mein Mann wohl reagiert hat und ob es hier demnächst nur noch Depri-Trennungs-Posts gib.

Ludwig von Kapff ist nämlich ein Weinhandelsunternehmen, das in der schönen Bremer Überseestadt auch einen von insgesamt acht Läden hat. Ich kannte den Laden schon, weil ich in der Nähe mal gearbeitet hatte, und daher jedes Jahr vor Weihnachten sah, wie die Chefs kartonweise Wein aus dem Laden trugen. Den einen oder anderen bekam ich dann von meinen Kunden auch mal zu Weihnachten. Hach, das war schon schön! Aber selber war ich noch nicht da.

Schild

Ich mag Wein. Lebe da so ein bisschen nach der Devise: Wenn schon Alkohol, dann wenigstens stilvoll.. Immerhin vertrage ich eh recht wenig Alkohol, und da soll sich doch der Kater wenigstens gelohnt haben 🙂

Aber zurück zum Thema: Ludwig vom Kapff hat also die „Nordblogger“ (Eine Facebookgruppe) zum Weintestabend eingeladen.

Für alle die wie ich total auf maritime Tischdeko stehen, ihr währt sicher entzückt gewesen! Also ich war es zumindest.

PlatzSüß, mit den Fischen, oder? Und die Idee mit den kleinen Staffeleien werde ich 100-Pro mal nachmachen! Auch wenn ich nicht so schön schreiben kann. Na, mir wird  schon was einfallen.. Eine Serviette mit den Fischchen habe ich übrigens unter Einsatz meines Lebens noch vor dem sicheren Mülleimertot gerettet! (Der arme Lars wird wahrscheinlich nie wieder sorglos eine Serviette zerknüllen können..)Da war der Abend aber schon etwas mehr fortgeschritten. Und wie gesagt: Ich vertrage ja nicht so viel…

Aber fangen wir vorne an: Begrüßt wurden wir von Lars (Kaniok), der wohl auch ein Teil der Geschäftsleitung ist. Er selber hat eine Zeit lang auf einem Weingut in Frankreich gearbeitet und ist auch sonst ein ziemlicher Weinnarr wie es scheint. Man kann also sagen: Ein echter Fachmann.

Er hatte sich vorgenommen uns an dem Abend seine 7 liebsten Sommerweine vor zu stellen. Na, bei der Auswahl sich auf 7 zu beschränken.. Nicht übel, oder?

Flaschen1

Und das ist nur eins von ichweißnichtwievielen Regalen in dem Laden! Wer da nichts findet ist wohl wirklich selber schuld..

Aber kommen wir zu den Stars des Abends, zu den Weinen:

Begrüßt wurden wir erst einmal mit einem Kleinen Gläschen, mit dem man wohl nix falsch machen kann:

1 Perlarosa

Cipriano Perlarosa Frizzante

Ein Italiener, ich mag Italiener 🙂 Also, Weine natürlich! „hüstel“. Außerdem ist der Gute auch noch leicht rosa, das schaut sogar echt schick aus im Glas. Vom Geschmack her kann ich Nichtexperte sagen: Jo, schmeckt gut! Ich glaube, das ist so ein Perlwein, den eigentlich fast jeder mag. Vielleicht bei ner Grillfete oder so.

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Es gab dann übrigens auch noch supersüße Häppchen, aber, verfressen wie ich nun mal bin, habe ich davon gar kein Foto gemacht.. Dabei gab es sogar eine vegane Platte! Sehr aufmerksam liebes Kapff-Team!

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2 Horgelus

Domaine Horgelus

DAS is ja richtig meins! Der riecht schon so gut!! Son bisschen wie Pfirsich, oder so. Der ist definitiv was für einen lustigen Abend mit Freunden. Lars erklärte dazu zusätzlich noch, das die Trauben für diesen Wein Nachts geerntet werden, damit es bei der Ernte kühl ist. Wärme mögen die Trauben wohl nicht.. Na, bei den derzeitigen Temperaturen kann ich ihnen das nachfühlen.. Übrigens ist Horgelus ein Franzose.. Oui oui, Monsieur ,ils peuvent venir plus souvent à visiter.. (ist das so richtig?  Oje, mein Französischunterricht ist echt schon lange her…)

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3 Blanc de Noirs

Diehl Sauvignon Blanc

Ein weißer Wein aus roten Trauben. Wie das klappt? Ganz einfach: Die dunklen Trauben sind innen hell, und wenn man die dunkle Schale flott aus dem „Jungwein“ fischt bevor er die Farbe der Schale annehmen kann bleibt er halt hell. Der Wein ist also nicht „entfärbt“ sondern einfach nicht gefärbt.. So einfach ist das 🙂

Leider ist mir der Wein aus der Pfalz viel zu sauer, also definitiv nicht mein Ding. Lars empfiehlt ihn allerdings zu Lasagne.. Mag ich auch nicht. So schließt sich der Kreis. Also schnell weiter zum nächsten:

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4 drei Haberer

„3 Haberer“ Grüner Veltliner

Wieder ein etwas rauerer, bissel spritzig und „pfefferich“ würde ich sagen, aber im Vergleich zum Vorgänger mag ich diesen doch ganz gut leiden. „Der hat son bisschen Schwung hinter der Kiste“ Meinte Vanessa neben mir. Das triffst wohl.

Die drei Herren auf der Falsche sollen übrigens die drei Winzer des Weingutes aus Österreich zeigen, die beiden Söhne und den Papa. Ich find das Etiket total knuffig!

Mensch, ist euch bei den Weinbildern eigentlich schon das kleine Bild oben rechts aufgefallen? Das sind die Bilder aus dem Kleinen Heftchen, das auf unseren Plätzen lag, in dem die Weine alle nochmal vorgestellt wurden. Sind die Bilder nicht toll? Die Ähnlichkeit zu diesem Etikett ist übrigens kein Zufall, es stammt von der selben Künstlerin, die Diana heißt.

Ich kann mir vorstellen, das der Wein prima zu deftigem passt. Ist also für mich eher nix für jeden Tag, aber schon mal was, das gefallen kann.

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5 Metzger

Metzger „Prachtstück“

Der kam mir vom Geschmack her irrsinnig bekannt vor.. Kennt ihr das? Wenn man was trinkt und dann denkt, Hey! Das kenne ich doch! Es ist in meinen Augen ein typischer spritziger Weißwein..

Der Gute ist ein Pfälzer und der Winzer versteht es, wenn man sich das Etikett so anschaut, seinen Namen zu vermarkten.. Mag der eine oder andere mögen, ich mag das Etikett nicht, und da er mich geschmacklich auch nicht vom Hocker haut, würde ich Ihn wohl auch nicht kaufen.

Auch das Bild im Heftchen führte zu Diskussionen.. Im Vordergrund die Wurst, im Hintergrund die Kuh? Das fanden wir irgendwie lustig makaber. Ok, wir hatten auch an der Stelle bereits leicht ein im Karren 😉

Ist euch übrigens aufgefallen, dass die Flaschen alle einen Schraubverschluss haben? Also, ich dachte ja immer, das nur „Billigweine“ mit einem Schraubverschluss daher kommen, aber da liege ich wohl wieder falsch. Generell ist es sogar sinnvoller, einen Wein lieber mit einem Schraubverschluss als mit einem Korken zu schließen, da ein Schraubverschlusswein schlecht Kork bekommen, also nach Korken schmecken, kann. Klingt einleuchtend, oder? Korken machen wohl, wenn überhaupt, nur Sinn bei Weinen, die lange gelagert werden sollen. Wieder was gelernt.

Übrigens, ob ein Wein Kork hat lässt sich ganz leicht rausfinden: Einfach nach dem rausziehen kurz am Korken schnuppern. Der darf NUR nach dem Wein richen, nichts anderes! Wenn er statt dessen wie Ommas alte Korkwand riecht: Weg damit.

Da Wein bei mir nie lange lagert (hüstel) und ich grundsätzlich immer erst einmal alle Küchenschubladen durchwühlen muss um den Korkenzieher zu finden (Warum liegt das Ding immer wo anders???), werde ich wohl in Zukunft dann doch lieber Schraubverschlussweine nehmen.

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6 Delheim

Delheim Pinotage Rose

Ein Rose! Juchu! Ich mag ja Rose sehr gerne! Und diesen mag ich auch. Wir waren uns alle relativ einig, das der nach Rosen und Kirschen schmeckt. Jaja, je mehr Wein wir hatten, um so fachmännischer wurden die Diskussionen 😉

Dieses gute Stück kam aus Südafrika, und nicht nur ich mochte ihn echt gerne. Lars erklärte, dass dieser Wein dem Vertrieb oft viel Kummer bereitet, einfach dadurch, das er ständig ausverkauft ist.

Für mich ist dieser Wein der perfekte „Laue-Sommernacht-im-Garten-Wein“. Ich, mein Mann, ein kühler Dellheim-Rose…

Irgendwer sagte, ein „Hach-Wein“. Jap, das triffts!

Wusstet ihr eigentlich, wie der Wein „Rose“ wird? Ich hatte ja immer gedacht, der wäre halt gemischt. Also, weißer und roter Wein. Natürlich ist das quatsch. (Jemand meinte, dass das Mischen sogar verboten wäre..)

Richtig ist: Dieser Wein wird genau so wie weißer hergestellt. Die Trauben sind, wie oben beim Weißwein aus roten Trauben, außen rot und innen weiß. Beim Rose bleibt die rote Schale dann eben so lange im Wein, bis der Wein die passende rosa Farbe hat. So einfach ist das.

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Nach diesem Wein gab es übrigens eine kleine Pause, die Kampffis hatten sich nämlich noch etwas ausgedacht: Sie hatten verschiedene Weingläser mit „Geschmacksproben“ aufgestellt, an denen man mal riechen konnte um die Gerüche später mit einem Wein zu vergleichen. In den Gläsern waren also zum Beispiel Birnen, Äpfel, Himbeeren, Erdbeeren, Pfeffer, Vanille…

Na, all das, wovon selbsternannte Weinkenner reden, wenn sie einen Wein schlürfen. So aller „Himbeere im Körper, Pfeffer im Abgang“   Ach, ihr merkt, ich kann das nicht… Aber ihr wisst wohl was ich meine, oder?

So im direkten Vergleich merkt man auch, dass da schon was dran ist.. Wenn der nächste Weinkenner also demnächst wieder anfängt so geschwollen daher zu plauschen werde ich also meine nach oben wandernden Augenbrauen wohl nicht mehr so sehr unter Kontrolle halten müssen. Hat der Abend also schon was gebracht 😉

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7 Cochonnet

Réserve du Cochonnet

Zuletzt noch ein Roter. Wieder mit einem Schweinchen auf dem Etikett.. Was haben Winzer nur mit den Schweinchen?

Mal vom Etikett ab, ich mochte den mal gar nicht…

Vielleicht liegt das an der Jahreszeit. Wir waren uns alle relativ einig, dass Rotweine besser in den Winter passen. (Für mich passt Rotwein nur in Glühwein ;-))

Also geh ich auf diesen Wein mal gar nicht so sehr ein..

(Außerdem reißen hier auch meine Aufzeichnungen ab.. Faszinierend, das ich trotzdem am nächsten Tag gar keinen schlimmen Kater hatte..)

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Beim Schreiben fällt mir gerade auf, dass ich gar nicht weiß, was für Weine das jetzt eigentlich sind. Trocken? Halbtrocken? Lieblich? Keine Ahnung.. Hauptsache schmeckt, oder?

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So, das war’s. Nun bitte alle nochmal aufstellen fürs Gruppenbild!

Gruppenbild

Und noch ein Gruppenbild der angeheiterten Meute 🙂 Einmal bitte lächeln:

Nordblogger meets Ludwig von Kapff

Soo viele liebe Blogger haben wir in Bremen! Wahnsinn, oder? Ganz hinten hinter, leicht rechts seht ihr übrigens Lars, und daneben (im gestreiften Oberteil) Laura, die die Aktion angeleierte hatte.

(nee, das Foto habe ich nicht gemacht. Wie auch, bin ja mit drauf..)

Zum Abschluss durften wir uns übrigens noch jeder einen Wein mitnehmen*.. Meine Wahl fiel auf den Domaine Horgelus.

Der Franzose hatte halt einen bleibenden Eindruck hinterlassen 🙂

Meiner

Puh, ich glaube, ich habe noch nie so lange an einem Beitrag gesessen wie an diesem.. Vielen Dank an alle, die ihn sich bis hier hin durchgelesen haben! Ich hätte hier noch so viel mehr schreiben können, schließlich habe ich auch so viele andere Blogger kennen gelernt, von denen euch sicher auch einige gefallen würden. Und Lars hat wirklich wirklich so viel zu den Weinen erzählt, was ich hier gar nicht mehr zusammen bekomme.. Aber irgendwann muss jetzt auch mal Schluss sein..

Jetzt würde mich doch mal interessieren, wie ihr es so mit Wein haltet? Trinkt ihr gerne mal ein Glas? Oder nur zu besonderen Anlässen? Oder gibt es unter euch vielleicht sogar jemanden, der sagt, er mag gar keinen Wein?

*Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt: Ich wurde eingeladen und wurde kostenfrei verpflegt.

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8 Gedanken zu “Nordblogger meets Ludwig von Kapff

  1. Ich kenne nicht nur jemanden, sondern bin eine Person, die keinen Wein mag, was ich manchmal sehr bedaure, weil Wein so etwas Stilvolles und Gemütliches hat.
    Aber die Einladung war für Weinliebhaber sicher großartig, das sieht man. 🙂

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  2. Pingback: Blogger-Weinprobe bei Ludwig von Kapff #Ludwigundich • Ich-mags

  3. Pingback: Weindate mit L

  4. Pingback: Noch ein “Liebster Award” | Kitty's Welt

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