Vegan? Das könnte ich nicht! (Oder doch?)

Wir waren gestern auf der HanseLive in Bremen, einer „Haushaltsmesse“. Eigentlich war ich nur zur „KreativZeit“ da, einer Sonderhalle auf der Messe, die nur das letzte Wochenende geöffnet ist. Naja, und weil wir die Karten von meiner Mom geschenkt bekommen hatten. Und nem geschenkten Gaul.. Na, ihr wisst schon.

Von der KreativZeit kann ich euch gar nichts so großartig erzählen, denn wirklich begeistert hat sie mich jetzt nicht..Eigentlich hatten ich geplant mich einige Stunden dort aufzuhalten. Am Ende war es nicht einmal eine. Ich habe meine „Vorräte“ an Kartenverpackungen und Klebeband wieder aufgefüllt und das wars.

Was nun tun mit dem angebrochenen Tag? Wir schlenderten etwas durch die Hallen, und landeten irgendwann zufällig im Bereich „VeganVerträglich & KörperGeist“. Und dort beim VeBu, dem Vegetarierbund Deutschland e.V.

So, nu hol ich mal etwas aus: Ich bin seit klapp 7 Jahren Vegetarierin. Das heißt: Ich verzichte auf Fleisch. Als ich vor 7 Jahren damit begann, dachte ich, das ich es nur mal  1 – 2 Wochen „probiere“. Der Anfang war nicht so leicht, schließlich gab es damals noch nicht so riesige „Vegi-Regale“ Im Supermarkt. Und die Umstellung war doch etwas größer. Schließlich war unsere tägliche Hauptmahlzeit vor der Umstellung immer ein Stück Fleisch mit einer Beilage. Und man kann sich ja nicht nur von Beilagen ernähren…

So viel zur Vorgeschichte. Ich muss gerade an den Scherz denken: Woran erkennt man einen Vegetarier? Er sagt es euch.

Also wieder zurück zur HanseLife. Da war halt jetzt der VeBu. Mein Mann und ich hatten uns schon öfter mal Gedanken gemacht, wie es wohl wäre, wenn wir vegan essen würden. Ich finde Veganismus immer extrem kompliziert. Solche bösen Worte wie „Mangelernährung“ und „Vitaminmangel“ schweben über diesem Gedanken.

Auf einem Flyer sah mein Mann dann eine Ankündigung zu einem Vortrag zu dem Thema. Ich hatte ehrlich gesagt nicht wirklich Lust auf einen Vortrag mit Bildern toter Küken und anderen Tieren, aber mein Mann versprach mir, dass wir gehen wenn es so kommen sollte. Also hinsetzen, zuhören.

Der Vortrag war tatsächlich spannend, und ging zum Beispiel um die China Studie, in der die Verbindung zwischen Neuzeitkrankheiten und tierische Lebensmittel geht. Es wurden die Nährwerte von Fleisch gegenübergestellt mit denen von Gemüse. Ist glaub ich klar, was besser abschneidet, oder? Oder die Wirkung von Milch auf den menschlichen Körper..  Naja, es gab auch die „Leichenbilder“, aber da hab ich halt weggesehen. Ich weiß wie sowas ausschaut, Danke.

Nachdem wir den Vortrag gesehen und uns mit einer der Vortragenden unterhalten hatten, (und jeder einen veganen Kakao genossen hatten ;-)) Waren wir uns einig: Einfach mal machen, wir versuchen es mal als Veganer.

Ich meine: Warum nicht? Die Bedingungen sind einfacher als damals als ich Vegetarierin war. Und so schwer kann es ja nicht sein, eigentlich muss ja nur noch Milch und Ei vom Speisezettel.

Ok, heute Morgen gab es dann erstmal noch Milchbrötchen und Kaffee. Aber Im Kaffee war immerhin schon Mandelmilch.

Aber nach der Klärung einer extrem wichtigen Frage (Womit mache ich dann jetzt Milchreis??), ging es in den Supermarkt. Für morgens sollte es Müsli mit Sojamilch geben, für heute Mittag ein Curry mit Kokosmilch statt Sahne, Paprika, Ananas und Nüssen. Außerdem brauchten wir einen Honigersatz für den allabendlichen Tee. Die Wahl viel auf Agavensirup.

Am schwersten war es tatsächlich ein Müsli ohne den Aufdruck „kann Spuren von Milch enthalten“ zu bekommen. Jetzt gibts halt Multikornflocken.. Warum (verdammich nochmal) ist in MÜSLI immer Milch?

Für den Start sind wir also gerüstet und die nächsten 7 Tage ist nun veganes Essen für uns angesagt. Und an diesem Selbstversuch möchte ich euch gerne teilhaben lassen.

Oh, und auf die Frage, die ganz sicher irgendwann kommt: Ja, es wird auch weiterhin einen Fleischfresser in unserem Haus geben:

KarlchenDer macht das Experiment ganz sicher nicht mit…

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Ein Gedanke zu “Vegan? Das könnte ich nicht! (Oder doch?)

  1. Hallo, dieses “kann Spuren von Milch enthalten“ heißt meines Wissens nur, dass mit derselben Maschine auch andere Produkte produziert werden, die Milch enthalten. Der Hinweis steht sogar z.T. auf als vegan gelabelten Produkten. In dem eigentlichen Produkt ist im Rezept keine Milch… von daher… für mich geht sowas als vegan durch (bin aber auch nicht so streng 😉 )…

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