Meine Tipps für eine schöne Schwangerschaft

Machen wir uns mal nix vor, sooo toll wie viele sagen ist schwanger sein leider dann doch manchmal nicht. Aber man sollte doch das beste daraus machen, oder? Ich möchte allen Mitkuglerinnen gerne einmal 5 Tipps weitergeben, die dazu geführt haben, dass ich nach und nach anfange meinen „Umstand“ zu genießen. Vielleicht hilft euch ja er eine oder andere Tipp auch weiter?

  • Lasst dir nix erzählen!

Ich hatte ja schon in meinem letzten Post erzählt, dass ich das Gefühl habe, dass es ein Trend ist „Neuschwangeren“ die größtmögliche Angst vor „dem was da kommt“ zu machen. Allerdings kamen gaaanz viele liebe Kommentare und vor allem auch E-Mails bei mir an, die zusammengefasst alle das selbe sagten: Lass dir doch nix erzählen! Hier sei nochmal gesagt: Vielen Dank ihr Lieben!!

Klar, XY hatte vielleicht im BLA Schmerzen, aber gerade Schwangerschaften sind soo individuell, das MUSS bei dir nicht so sein bzw. kommen! Lass es einfach auf dich zukommen. Denn wenn du dich immer nur auf die nächste „Katastrophe“ versteifst, sind die Zeiten zwischen diesen mal richtig ungenießbar, und die Katastrophe selber erscheint auch viel schlimmer als sie eigentlich ist.

Versuche positiv und mit Humor an die Situation ran zu gehen, manchmal hilft auch etwas Sarkasmus. Und wenn jemand mal so absolut nicht nachlassen will dir Angst einzureden, dann trau dich Tacheles zu sprechen! Denn DU bist schwanger, es geht nur um dich, und du bist nicht das Auffangbecken für unverarbeitete Traumas deiner Mitmenschinnen.

  • Hör auf zu googlen!

Wenn es dann mal zwickt und zwackt ist man schnell dabei mal eben bei Google zu schauen, was denn sein kann. Und dann geht’s los.. Allein wenn man „Halzschmerzen“ googled ist man sich nach ca. 2 Klicks sicher: Ganz klar! Krebs im Endstadium! Eigentlich keine Überlebenschancen! Am besten gleich amputieren!

Jo, und bei Schwangerschaftssymtomen legt das Internet gerne noch ne ordentliche Schippe drauf.. Jucken im Finger? Baby tot.. Also: NICHT googlen! Fragt wen, der sich WIRKLICH damit auskennt. Und damit meine ich keine anderen hysterischen Baldmamis in Foren. Denn auch diese haben häufig nur fundiertes  Googlewissen.. Fragt eure Hebamme oder euren Arzt. Die sind das gewohnt ständig die selben doofen Fragen zu beantworten, und tun dies auch gerne. Das gilt übrigens auch für alle anderen Fragen z.B. zur Geburt: Fragt einen Anästhesisten zur PDA, einen Chirurgen zum Kaiserschnitt, eine Hebamme alles was euch einfällt, einen Kinderarzt zu Erstimpfungen etc. Es ist der Job dieser Leute sich damit auszukennen. Ich persönlich habe meiner Hebamme und dem Krankenhauspersonal in meinem Wuschkrankenhaus schon Löcher in den Bauch gefragt und hatte beinahe das Gefühl, die waren froh, dass sie mir, ohne alle Polemik und Panik die vielleicht ungeschönte aber auch unaufgebauschte Wahrheit erklären konnten.  Nutzt dieses Wissen, und nicht das teilweise gefährliche Halbwissen der Internetcommunity.

  • Hör auf zu leiden!

Ich will euch nix vormachen: manchmal ist schwanger sein auch mal so richtig scheiße.. Sei es, weil einem übel ist, man Kopf- oder Rückenschmerzen hat, oder weil man sich zum x-ten mal von der Kollegin eine Erkältung eingefangen hat. Ohne Bauchzwerg wäre das ja eigentlich alles kein Thema: Tablette rein, fertisch.. Aber, naja.. Nu  teilt man sich seinen Körper halt mit jemandem, der mal so gar nicht auf die „einfache Lösung“ steht.. Und nu?

Viele Schwangere verfallen scheinbar jetzt in eine „ich muss leiden!!“-Stimmung in ihrer Schwangerschaft. Das Mantra „Aber Hauptsache dem Baby gehts gut“ beten so manche in Dauerschleife während sie sich heulend durch ihr Elend schleifen. Aber, geht es Baby gut, wenn es mir nicht gut geht?

Seit ich mein Pünktchen spüre zweifle ich da arg dran. Mal als Beispiel: Wenn ich mich freue, oder gut drauf bin, dann wird mein Pünktchen zum springenden Punkt, hoppst und strampelt was das Zeug hält. Und da will mir jemand sagen, dass das Lütte nicht auch merkt, wenn es mir schlecht geht? Ich glaube eher, dass er das genau so merkt.

Das heißt natürlich nicht, dass man sich jetzt mit ner Scheißegalhaltung ohne Ende Tabletten reinpfeifen soll, ich bin auch der Überzeugung, dass diese gerade wären der Schwangerschaft eine absolute Ausnahme sein sollten. Aber die Hebammen und Ärzte kennen so viele Alternativen! Erkältung? Ab in die Wanne, Nasendusche, Tee. Übelkeit? Kekse, Ingwertee, Globolies, Tropfen. Rückenschmerzen? Körnerkissen, Wärmepflaster, Ostheopathie, Bauchgurt, Badewanne, Magnesium… Die Liste geht endlos so weiter! Fragt einfach! Das hat nichts mit rumheulen zu tun. Klar, es ist erstmal gewöhnungsbedürftig, dass es auch mal ein paar Tage dauern kann, bis es besser wird, aber irgendwann hat man den Dreh raus. Und meine Meinung ist: Es ist meine Pflicht dafür zu sorgen, dass es meinem Untermieter UND mir gut geht!

  • Schmeiß die Waage weg!

„Und? Wie viel hast du schon zugenommen? Also, ich bin jetzt im 7 Monat, und hab man gerade 2 Kilo zugenommen!“. Arg, wie mich das wahnsinnig macht. Mal im Ernst jetzt Mädels, eine Schwangerschaft ist mal absolut der falscheste Moment, um Diät zu halten! Da gibt es meiner Meinung nach NICHTS worauf man stolz sein sollte! Überlegt doch mal, der Bauch dehnt sich aus, das Pünktchen, das Fruchtwasser, alles das wiegt allein schon mal was. Im 7. Monat zum Beispiel, sind insgesamt ca 7 Kilo mehr „normal“. Und dann muss man auch noch sehen, dass kein Mensch „normal“ ist. Die einen hatten vorher etwas mehr Gewicht, andere vielleicht Untergewicht. So kann es auch gut sein, dass jemand, der vorher Untergewicht hatte im 7 Monat schon 12 Kilo mehr drauf hat und damit absolut im Rahmen liegt..

Fassen wir zusammen: In der Schwangerschaft ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung das absolute A und O. Wir wissen in unserer aktuellen aufgeklärten Diätwahnzeit nur zu gut, was „Gesund“ und was „Ungesund“ ist. Also ernährt euch nach besten Wissen und Gewissen und versteckt eure verdammte Waage im Schrank, denn in der Schwangerschaft ist ein gutes Ernährungsratgeber ein besserer Ratgeber als die Zahl auf der Waage. ich kann euch da die Ernährungsbroschüre der BZgA ans Herz legen, die ich von meinem Frauenarzt bekommen hatte.

Ihr werdet vom Arzt oder der Hebamme doch eh regelmäßig auf die Waage gestellt, und wenn der darauf stehende Wert mal nicht passt wird der Arzt euch auch das mitteilen. Verlasst euch darauf. Und hört auch auf euch Gedanken darum zu machen, ob ihr das hinterher alles wieder runter bekommt. Ihr werdet nach der Schwangerschaft definitiv anders aussehen wie vorher, das ist ja mal ein Fakt. Schaut euch das Ergebnis hinterher an, und dann könnt ihr damit arbeiten. Ich hab in meinem Bekanntenkreis Mamis, die während der Schwangerschaft 18 bis zu 23 Kilo zugelegt haben. Und heute? Sind die Lütten zwischen 2 und 4 Jahre alt und die Mamis passen wieder in Kleidergröße 36 – 40. Und irgendwie habe ich keine gefunden, die wirklich unglücklich mit ihrem Mamikörper sind. Und: Ja, das sind Mamas gewesen, die mir keinen vom Pferd erzählen, da bin ich mir sicher.

Ach, und noch was: Ab und an sündigen macht glücklich, und, wie schon erwähnt: Seid ihr glücklich  ist es euer Pünktchen auch 😉

 

  • Lerne Hilfe an zu nehmen

Gerade am Anfang der Schwangerschaft lautet das Mantra: „Ich bin schwanger, nicht krank!“ und gerade wir emanzipiert erzogenen und aufgewachsenen Frauen klammern uns arg daran. Aber irgendwann stößt man dann leider doch an seine immer enger werdenden Grenzen.. Sei es, dass man nicht mehr x-mal die Treppe rauf und runter rennen kann, weil einem einfach die Puste ausgeht, sei es, dass es im Rücken zieht, wenn man nur mal eben die Wasserkisten in den Kofferraum heben will oder, wenn man nicht mehr an seine Schnürbänder kommt, weil der Babyplautz im Weg ist. Der Moment kommt, wo einem klar wird: Ok, langsam wirds anstrengend..

In einer solchen Situation bekam ich diesen Tipp, der sich für mich als bester, aber auch  schwerster herausstellte: Nimm Hilfe an!

Das da was dran ist lernte ich so: Ich fand extrem unangenehm meine Kollegen zu fragen, ob sie mir die Ordner mal eben 3 Etagen hoch bzw. runter tragen könnten. Das Ergebnis: Ich saß irgendwann in der mittleren Etage auf den Treppenstufen weil mein Rücken genau dort entschieden hatte, dass jetzt mal genug sein muss, und kam weder wieder hoch, noch runter. Ganz toll. Nach ein paar Minuten kam dann zum Glück ein Kollege, schleppte meine Ordner runter, und mich wieder an meinen Schreibtisch. Und die nächsten 4 Tage gab es mitleidige Blicke von allen, und ständig den Satz „Warum sagst du denn nichts?“ Jo, fragen wäre nun wirklich unpeinlicher gewesen..

Was ich mit der kleinen Geschichte sagen will: Eigentlich weiß doch jeder in deiner Umgebung, dass so eine Schwangerschaft keine Kleinigkeit ist. Aber um dich nicht zu kränken fragen die wenigsten, ob sie dir helfen sollen. Also trau dich zu fragen, und wenn dir jemand Hilfe anbietet nimm sie an! Damit brichst du dir keinen Zacken aus dem Krönchen, es sind besondere Umstände, die erfordern besondere Maßnahmen. Ganz einfach. Und wenn Mama gerne bei dir putzen, eine Freundin für dich kochen oder dein Mann dir was Gutes tun möchte, dann lass sie! Das tut nicht nur dir, sondern auch ihnen gut.

 

So, das waren meine 5 Tipps zu einer schönen Schwangerschaft. Wenn jemand noch weitere Tipps hat nur her damit!

Ich möchte natürlich auch meine Einstellung hier nicht als absolute Wahrheit hinstellen, jeder Mensch ist anders, und was für mich jetzt richtig ist muss für jemand anderes noch lange nicht auch richtig sein.. Aber vielleicht helfen ja meine 5 Tipps auch einem von Euch weiter :-). Ich freue mich auf eure Kommentare oder Mails zu dem Thema.

Eine schöne Kugelzeit euch allen!

 

Karlchen

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2 Gedanken zu “Meine Tipps für eine schöne Schwangerschaft

  1. Liebe Mareike,

    Hach, da erinnere ich mich gerade an meine Kugelzeit, die noch gar nicht sooooo lange her ist. Mein Sohn ist mittlerweile 1 1/2 JAhre alt und viele deiner Gedanken hatte ich auch. Du hast absolut Recht, man darf sich bloß nicht so viel einreden lassen, auch nicht von Google. Sobald man zu zweit ist im Körper, möchte einem plötzlich jeder einen gutgemeinten Ratschlag erteilen „jetzt musst du aber für zwei essen!“ zum Beispiel 😉 Das zieht sich dann auch noch weiter, wenn das KInd erstmal da ist 😀

    Wünsche Dir noch eine ganz tolle Kugelzeit, genieße die Ruhe vor dem Sturm hihi
    Und wenn du mal kurz ein bischen Zeit hast, würde ich mich serh freuen über einen Besuch von Dir auf meinem Blog 🙂

    Alles Liebe,
    Birte
    SHOW ME YOUR CLOSET

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    • Hallo Birte, vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ohj,a sprüche wie „für zwei essen“ höre ich auch regelmäßig.. Und so langsam hab ich auch das Gefühl, dass es dannach noch schlimmer wird.. Aber mein Mann, mein Pünktchen und ich, wir werde das schon machen 😉
      Natürlich schaue ich gleich auch mal bei dir vorbei.

      Liebe Grüße,

      Mareike

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